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Sonntag, 19. Mai 2019
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Presseinfo

Kultveranstaltung „Die Nacht der schlechten Texte“ präsentiert „best of worst“

Die schlechtesten Texte aus sechs Jahren Literaturwettbewerb sind in einer Anthologie erschienen. Präsentationen in Klagenfurt und Villach

Nach sechs Jahren, in denen die Villacher „Nacht der schlechten Texte“ zu einer literarischen Kultveranstaltung geworden ist, wurde es Zeit, die besten schlechtesten Texte des Wettbewerbs auch dem Lesepublikum zugänglich zu machen. Deshalb haben die Veranstalter, das Kollektiv WORT-WERK, jetzt ein Buch herausgegeben.

WORT-WERK präsentiert darin nicht nur die Texte der Autor/inn/en („garantiert unlektoriert“, also so, wie sie zum Wettberwerb eingereicht wurden), sondern auch die Live-Mitschnitte der Lesungen auf CD, weil „Die Nacht der schlechten Texte“ ja immer auch eine Plattform für experimentelle Literatur und ungewöhnliche Formen der Lesedarbietung war.

Die Anthologie bietet – auch mit vielen Fotos und Plakaten – Einblick in einen ungewöhnlichen Literaturwettbewerb, bei dem – im Gegensatz zu den renommmierten Wettbewerben – einmal explizit schlechte Texte gefordert werden.

Der bekannte Dichter und Darsteller Karl Ferdinand Kratzl, der als Moderator und Juror die Veranstaltung begleitete, formuliert es so: „in villach stellen sich die dichter einem absurden wettbewerb. schlechteste texte zu erzeugen und in entspannter atmosphäre vorzutragen ist eine grosse (sic!) leistung. tagtäglich lesen und hören wir schlechte texte, aber hier werden sie auf ein siegerstockerl gestellt. dieses unternehmen muss man unterstützen. kampf der schulmeisterei!!!!“

Der Germanist, Regisseur und Autor Kurt Palm, längstdienender Juror der „Nacht der schlechten Texte“ meint: „Da wir in einer Gesellschaft leben, in der uns die Medien ständig mit den Schönsten, Reichsten, Besten und Schnellsten quälen, fand ich es lobenswert, den Spieß einmal umzudrehen und explizit „das Schlechte“ in den Mittelpunkt eines Wettbewerbes zu stellen.“

Und WORT-WERK beschreibt es folgendermaßen: „In der Kunst ist ja immer Originalität gefordert. Uns geht und ging es immer auch darum. Um Originalität. Aber um die fernab des Superlativen-Wahns, der oft nur Gleichförmig-Originales produziert.“

Präsentationen im Lendhafen, Klagenfurt, und KunsthausSudhaus, Villach

Was ist also ein schlechter Text? Und: Woran erkennt man Ihn? Diese Fragen werden bei den Buch- und CD-Präsentationen klar werden. Durch die Germanistin und Jurorin Katharina Herzmansky und die Autor/inn/en H.C. Roth (A), Benedikta Manzano (A), Detlev Seydel (D) sowie Sieben Hunde/Andreas Unter den Birken (A).

Die erste Präsentation findet wie gewohnt am Vorabend der „Bachmann-Lesungen“ statt – weil „Die Nacht der schlechten Texte von Anbeginn als Gegenpol dazu gedacht war, ohne je die Bedeutung der Tage der deutschsprachigen Literatur in Frage stellen oder gar in Konkurrenz treten zu wollen – diesmal allerdings in Klagenfurt, ganz in der Nähe des ORF im neuen lend|spiel-Pavillon am Lendhafen.

Die zweite Präsentation folgt vier Tage später im „Stammhaus“ der Kultveranstaltung, dem KunsthausSudhaus in Villach.

Und wie gewohnt wird es natürlich auch musikalische Unterbrechungen und Video-Einspielungen geben, also keinen Lesemarathon!

Der Eintritt ist wie immer frei (denn Kunst muss allen, unabhängig vom Einkommen, frei zugänglich sein).